Wie soll das Landschaftsbild im Maiensäss
und Alpenraum in 100 Jahren aussehen? Untenstehend sind einige Beispiele
und Tendenzen aus dem Graubündner Maiensäss- und Alpenraum aufgeführt.
In der Bewilligungspraxis des Amt für Raumentwicklung ist das Landschaftsbild
unbedeutend und hat keine Relevanz. Die Architektur wird sehr individuell
wahrgenommen, den einen gefällt's und die anderen finden es hässlich.
Wollen wir ein Sammelsurium am Bauten verschiedener
epochalen Strömungen oder wollen wir die Kultur unserer Vorfahren und die
landschaftstypischen Baustiele pflegen, wie zum Beispiel Vals mit ihren
Schieferplatten Steindächern? Graubünden Ferien macht heute Werbung mit
einem traditionellen Stall. Soll Graubünden Ferien in Zukunft Werbung
mit Glaskugelbauten, Betonpalästen oder traditionellen Bauten machen, oder
alles zusammen?
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Das untenstehende Gebäude
steht auf einer Schweinealp. Es ist ein Wohnhaus fernab jeglicher Zivilisation, weit oberhalb der Waldgrenze und im Umkreis von ca. 5km sind keine anderen Wohnhäuser, Maiensässhütten oder Ställe. Das Gebäudevolumen übersteigt die max. erlaubte Maximalgrösse und Erweiterungsmöglichkeit nach aussen gemäss RPV Art. 42 Abs3. Trotzdem hat das Amt für Raumentwicklung eine Bewilligung erteilt. |
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Dieses Bauwerk ist
der Wiederaufbau einer abgerannten Maiensässhütte. Unserer Meinung nach wird dieses strategische Ziel dem Namen Heimatschutz nicht mehr gerecht, denn viele verstehen Heimat als die Bauweise unserer Vorfahren. |
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Diese Baute wollte man den Maiensässbesitzern auf der teilweise abgebrannten Wiesneralp aufzwingen. Dem Heimatschutz war wahrscheinlich der Artikel 31 des bündnerischen Raumplanungsgesetzes nicht bekannt oder er wollte sich über diese Gesetzgebung hinwegsetzen. Die Maiensässbesitzer haben eine Klage vor Verwaltungsgericht gegen den Heimatschutz eingereicht und konnten einen Wiederaufbau im traditionellen Stil durchsetzen. Detailliertere Infos über die Wiesneralp mit vielen Bildern finden sie hier |
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Diese Baute ist ein Vorschlag eines Architekten im Amt für Raumentwicklung in Chur. Es wurde nicht realisiert, weil der Bauherr traditionell orientiert ist. Das Beispiel zeigt aber ebenfalls das Je Ka Mi Spiel der Architekten im Maiensäss und Alpenraum auf. |
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Die untenstehenden bewohnten
Gebäude sind im engadiner Stil im bündner Oberland gebaut in einer
Waldlichtung fernab jeder Zivilisation weit ausserhalb des Dorfes. Neben
dem Wohnhaus steht ein zu einem Sitzungszimmer ausgebauter Stall mit
Garage. Dieses Beispiel zeigt was für reiche Bündner möglich ist und zeigt die Praxis im Amt für Raumentwicklung Graubünden
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Dieser nebenstehende WC Anbau
mit ungefähren Baukosten von Fr. 1000.- hatte Bewilligungsgebühren
an das Amt für Raumentwicklung von Fr. 1244.- zur Folge. Solche WC Anbauten werden normalerweise nicht bewilligt, und bestätigt die unterschiedliche Bewilligungserteilungspraxis im Amt für Raumentwicklung. Auch hier sieht man dass das Landschaftsbild nicht Bestandteil des Entscheidungsprozesses ist, denn dann hätte man dem Bauherr ein WC im Stallinnern oder eine Erweiterung der nebenstehenden Hütte bewilligt. |
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Dieses Beton Bauwerk ist kein Wasserreservoir sondern ein Maiensäss und ist ebenfalls ein Zeugnis der Je Ka Mi Architektur im Bündner Maiensäss und Alpenraum. Es wurde im Jahre 2009 vom ARE (Amt für Raumentwicklung) in Chur bewilligt. Detailliertere Infos und Bilder sehen Sie hier. |
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Stallausbauten dürfen gemäss
geltendem Gesetz heute nicht bewilligt werden. Trotzdem sieht man solche
Bilder wie diesen ausgebauten prättigauer Stall, welcher vom ARE bewilligt
wurde. Die einen dürfen und viele andere dürfen nicht. Dieses Beispiel zeigt die ungerechte Entscheidungspraxis des Amtes für Raumentwicklung in Chur. |
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Der Besitzer dieser Baute wollte ein neues Dach machen und die Fassade im traditionellen Stil erhalten. Wegen einer Stützmauer im innern des Gebäudes wurde keine Bewilligung für die Dachsanierung erteilt. Der Besitzer versucht nun mit Plastikabdeckungen das Gebäude vor weiterem Zerfall zu schützen und ist nicht mehr bereit zu investieren. Solche Beispiele wie sich das Amt für Raumentwicklung um Bagatellefragen kümmert gibt es sehr viele. Zum Beispiel, kennen wir einige Fälle wo sich das Amt für Raumentwicklung um die Verlegungsart von Steinplattenwegen kümmert. (z.B Schanfigg, Avers und Misox) |
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Die bündner Denkmalpflege war der Meinung dass die Scheunentore Scheunentore bleiben müssen und das in einer Grüppierung von bestehenden Maiensässbauten im Maiensäss Crest im Avers (Erhaltungszone). Kein einziges bestehendes Maiensäss in Crest besitzt so einen Eingang. Schade dass den Aspekten Ortsüblichkeit und Integrität in die bestehenden Baugruppen so wenig Beachtung geschenkt wird. |
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Das gleiche Gebäude wie oben. Der Bauherr wollte ursprünglich normale ortsübliche Sprossenfenster mit Fensterläden einbauen. Doch die Denkmalpflege Graubünden war anderer Meinung. Momentan sind lange schmale Fenster modern. Vielleicht sind in 10 Jahren runde Schiffslukenfenster modern. So entsteht ein Sammelsurium an Baustielen die einzig dazu dienen die Architekten zu profilieren, denn diese brüsten sich damit und bezeichnen sowas als gute Baute. Aus Sicht des Vereins für Raumentwicklung Kultur und Landschaft wäre es optimaler wenn in bestehenden Baugruppen die Aspekte Ortsüblichkeit und Integration ins Landschaftsbild beachtet würden. |
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Hier eine Baute die gleichzeitig wie im obigen Fall im gleichen Maiensäss gebaut wurde. Der breite Sockel passt in keiner Art und Weise zum schmalen Oberbau. Der Oberbau scheint ein Fremdkörper zu sein. Das Vordach ist so klein dass es dem Besitzer ins Haus und an die Wand regnet. Die langen sprossenlosen Fenster ohne Fensterläden gibt es auf diesem Maiensäss nirgends und sind wie im obigen Fall auch eine Idee der Architekten der bündner Denkmalpflege. Damit die Sonne nicht ins Haus brennt wurden im innern Rolläden angebracht. Rolläden sind in diesem Maiensäss neu und scheint auch ein neuer Trend zu werden. Wie der Heimatschutz sollte auch die Denkmalpflege sich auf die kulturellen Werte unserer Vorfahren besinnen und sich aus der Verstrickung der Architekten lösen. Damit würden sie ihrem Namen auch wieder gerecht werden. |
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Dem Bauherr wurde eine 60% Erweiterung im Innern in seinem Stallteil zugesprochen und bewilligt. Auch hier wurden die Balken herausgeschnitten und es wurden lange Fenster ohne Fensterläden kreiert. Hier war weder der Heimatschutz noch die Denkmalpflege im Spiel und es war die Idee des Bauherrn. Weitere Infos mit vielen Bildern vom sehr modenen Innenausbau sehen sie hier. |













